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Unser Geschäftsführer darüber, warum Realität und Businessplan oft zwei verschiedene Dinge sind.

2 min read Mai 8, 2026
Tim Heinemann
Unser Geschäftsführer darüber, warum Realität und Businessplan oft zwei verschiedene Dinge sind.
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Tim Heinemann:


Warum ich meinen Businessplan verworfen habe.


Ich halte einen Businessplan gerade am Anfang weiterhin für sinnvoll.
Vor allem, weil man gezwungen wird, sich ehrlich damit auseinanderzusetzen, wie das eigene Geschäft überhaupt laufen könnte.
Gerade die finanzielle Planung fand ich dabei extrem wichtig.

Man beschäftigt sich automatisch mit best und worst case Szenarien und bekommt ein Gefühl dafür, was bestimmte Entwicklungen für einen selbst und das Unternehmen bedeuten können.
Dadurch plant man Ausgaben deutlich bewusster.
Außerdem zwingt einen der Prozess dazu, das eigene Geschäftsmodell kritisch zu hinterfragen.
Ist es tragfähig?
Wie sieht der Markt aus?
Und ist das eigene Netzwerk überhaupt belastbar genug, um ein Unternehmen ans Laufen zu bekommen?

Allein diese Themen einmal ehrlich zu durchdenken, ist aus meiner Sicht unfassbar wichtig.
Trotzdem halte ich den klassischen Businessplan heute oft für überflüssig.
Außer natürlich, man benötigt Finanzierung oder zusätzliche Mittel.
Ein zentraler Bestandteil eines Businessplans sind Ziele.
Und genau hier habe ich bereits mehrfach lernen müssen, dass Ziele nicht immer erreichbar sind, selbst wenn sie realistisch gewählt wurden.
Denn Zielerreichung hängt eben nicht nur von einem selbst ab.
Externe Einflüsse spielen oft eine deutlich größere Rolle, als man anfangs denkt.

Die vergangenen Monate haben beispielsweise wieder gezeigt, welchen Einfluss politische und wirtschaftliche Rahmenbedingungen haben können.
Ich habe deshalb gelernt, dass man sich nicht zu sehr auf seinen Businessplan oder einzelne Ziele versteifen darf.
Natürlich sollte man Ziele konsequent verfolgen. Aber man darf dabei die Realität nicht aus den Augen verlieren.
Und manchmal muss man Dinge, die man sich fest vorgenommen hat, auch wieder loslassen und sich neu sortieren.


Der Businessplan ist der Startpunkt. Die Realität schreibt die eigentliche Strategie.“

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