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Neuzugang im Normenregal: die aktuelle DIN EN IEC 61000-2-4 (VDE 0839-2-4). Sie ersetzt die bisherige Ausgabe von 2003.

2 Min. Lesezeit September 17, 2026
Tim Heinemann
Neuzugang im Normenregal: die aktuelle DIN EN IEC 61000-2-4 (VDE 0839-2-4). Sie ersetzt die bisherige Ausgabe von 2003.
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Die Norm beschreibt Verträglichkeitspegel für niederfrequente leitungsgeführte Störgrößen – Oberschwingungen, Zwischenharmonische, Unsymmetrie, Spannungsabweichungen. Und zwar für industrielle und andere nicht-öffentliche Netze, also dort, wo es in der Praxis spannend wird: hinter dem Netzanschlusspunkt, innerhalb der Anlage.

Verträglichkeitspegel

Ein Verträglichkeitspegel ist ein vereinbarter Bezugswert, an dem sich Störaussendung und Störfestigkeit der Betriebsmittel koordinieren lassen. Er beschreibt das Störniveau, das in einem Netz erwartet werden darf – und liefert damit den Maßstab, an dem sich eine Messung überhaupt erst einordnen lässt.

Umgebungsklassen

Nicht jedes Netz muss die gleiche Spannungsqualität liefern. Die Norm unterscheidet deshalb Umgebungsklassen: von geschützten Versorgungen für empfindliche Technik über typische Industrieumgebungen bis hin zu Netzen mit hohem Umrichteranteil, in denen deutlich höhere Pegel zugelassen werden.

Neu ist in der aktuellen Ausgabe unter anderem, dass der betrachtete Frequenzbereich bis 150 kHz reicht. Stichwort Supraharmonische.

Warum das für uns wichtig ist

Gemeinsam mit der EN 50160 für öffentliche Netze und den VDE-Anwendungsregeln 4110 / 4120 / 4130 gehört die 61000-2-4 zu den zentralen Dokumenten, wenn Spannungsqualität und Oberschwingungen bewertet werden sollen. Die 50160 beschreibt, was am Übergabepunkt ankommt. Die 61000-2-4 hilft, das Netz dahinter zu beurteilen.

Messen kann man vieles. Belastbar bewerten nur mit der passenden Grundlage – und die wollen wir aktuell halten.

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