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Energiespeicher

Euer 4,6-MVA-BESS hat keine 4,6 MVA

1 min read Februar 19, 2026
Tim Heinemann
Euer 4,6-MVA-BESS hat keine 4,6 MVA
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Ein häufiger Stolperstein in der Planung von Großspeichern: Am 110-kV-Anschlusspunkt kommen oft nur 3,6–3,8 MVA an, obwohl das PCS mit 4,6 MVA spezifiziert ist. Das ist kein Fehler – es ist Physik.

Der zentrale Punkt: Strombegrenzung

Ein Umrichter ist strombegrenzt – nicht leistungsbegrenzt. Die maximale Stromtragfähigkeit der Halbleiter ist hardwareseitig fix. Die verfügbare Scheinleistung sinkt daher proportional zur Netzspannung:

Die Folge: Sinkt die Netzspannung am unteren Ende des Toleranzbands (z. B. −10 %), stehen physikalisch auch ~10 % weniger Leistung zur Verfügung.

Die „Leistungsfresser“ auf dem Weg zum Netz

EffektBeschreibungAuswirkung
Spannung ↓Betrieb bei U_min (-10 %)Direkte Reduktion der Scheinleistung (S)
Blindleistung (Q)Netzbetreiber-Vorgaben (S² = P² + Q²)Verdrängt verfügbare Wirkleistung (P)
ThermikDerating im DauerbetriebReduktion des max. zulässigen Stroms (I)
InfrastrukturTrafokette & KabelverlusteKumulierte Verluste bis zum 110-kV-Punkt
Realistisch bleiben oft nur 80–85 % der PCS-Nennleistung nutzbar.

„Die 4,6 MVA sind eine reine Hardware-Kenngröße. Die entscheidende Größe für Planung und Business Case ist die verfügbare Leistung bei U_min unter Berücksichtigung der Q-Vorgabe.

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